Die Reifenseitenwand

 

In der Reifenseitenwand sind eine Menge nützlicher Informationen verborgen, die mit etwas Hintergrundwissen entdeckt werden können:
Neben dem Hersteller und dem Namen des Reifens finden Sie Informationen über die Größe, Bauweise oder Belastbarkeit 

reifenseitenwand

 

Größe und Bauweise

Alle europäischen Reifen benutzen das metrische System zur Reifenkennzeichnung. Amerikanische PKW-Reifen sind seit 1976 genauso gekennzeichnet, nur steht der Kennzeichnung der Buchstabe "P" (für Passagier) vor.

185 = Laufflächenbreite: Diese Zahl gibt die Breite des Reifens in Millimeter an. Sie ist abhängig von der Felge, die zu dem Reifen gehört. Ist die Felge breiter, so ist auch die zugehörige Lauffläche breiter. Die Breite einer Felge ist in Zoll angegeben (1 Zoll = 25.4 mm). Die zugehörige Felge zu unserem Reifen müßte also etwa 7,5 Zoll breit sein.

60 = Querschnittsverhältnis: Diese Zahl zeigt das Verhältnis von Reifenbreite zu Reifenhöhe an. Die Reifenhöhe ist der Abstand von der Felge zur Lauffläche. Unser Reifen hätte eine Höhe von 60% der Reifenbreite. Das heißt er wäre rund 110 mm hoch (=185 * 60%).
Das Querschnittsverhältnis (QSV) bestimmt  neben ästhetischen Zügen vor allem die Fahreigenschaften des Reifens:
Reifen mit höherem QSV schlucken mehr Unebenheiten und sind dadurch weicher  und komfortabler. Solche mit niederem QSV reagieren schneller. Sie sind bei schnellen Ausweichmanövern oder in Kurven durch die wesentlich steifere Seitenwand weniger überrollgefährdet.
Sie sind härter, weichen weniger von ihrer Bahn ab und verformen sich bei Beladung weniger.

Bei manchen Reifen wird das QSV nicht angegeben. Warum? Als das Kennzeichnungssystem entwickelt wurde (70er Jahre), waren Reifen mit einem QSV von 82 üblich und andere eine Ausnahme. Heute ist die Produktion von Reifen mit niedrigerem QSV kein Problem mehr und ebenfalls üblich.
Reifen bei denen also die Aufschrift des QSVs fehlt, haben eines von 82.

R = Bauweise: Dieser Buchstabe beschreibt die Art der Verarbeitung der einzelnen Lagen der Karkasse.
"R" steht für Radial- oder Gürtelreifen und "D" für Diagonalreifen.

radial diagonal

Bei Diagonalreifen sind Lagen aus versponnenen Metalldrähten und Textilfasern in einem Winkel von üblicherweise 35-45° übereinandergelegt. Sie bilden das Skelett des Reifens und sind für die Festigkeit und Stabilität des Reifens verantwortlich.
Diese Konstruktionsweise war früher vorherrschend.
Man versuchte aber die Gründe zu erforschen, wieso Reifen einen so hohen Abrollwiderstand haben und dadurch viel Hitze entwickeln, schnell abnutzen und den Spritverbrauch erhöhen.
Man stellte fest, daß eigentlich in den Seitenwänden beim Abrollen durch Bewegungen der einzelnen Lagen gegeneinander die Hitzeentwicklung herrührt.
Durch Verminderung des Winkels zwischen den einzelnen Lagen, so daß diese beinahe parallel verlaufen, gelang es den Abrollwiderstand signifikant zu verringern und gleichzeitig die Festigkeit der Seitenwände zu wahren. Der Gürtelreifen war entwickelt.
Heute sind fast alle PKW-Reifen mit Radialreifen ausgerüstet, da diese weniger Sprit verbrauchen, höhere Geschwindigkeiten durch verbesserte Bodenhaftung erlauben und den Fahrkomfort steigern.
Diagonalreifen werden für Fahrzeuge eingesetzt, deren Höchstgeschwindigkeit gering ist und die hohe Lasten tragen müssen.

14 = Felgendurchmesser: Dies Zahl gibt den Felgendurchmesser bzw. Reifeninnendurchmesser in Zoll an.
Unser Reifen (185/60R14) bräuchte also 7,5X14 Felgen (7,5 Zoll breit siehe oben, 14 Zoll hoch).
 
Gewichtsindex

Diese Zahl gibt die maximale Tragfähigkeit des Reifens an. Je höher die Zahl ist, desto mehr Gewicht kann und darf ein Reifen tragen.
Für manche PKWs (z.B. Ford Galaxy, Renault Espace  u.ä.)  sind sogenannte "reinforced" Reifen erforderlich.
Dies heißt nichts anderes, als daß sie durch ihr erhöhtes Gewicht Reifen mit verstärkter Seitenwand brauchen, die dadurch auch einen erhöhten Gewichtsindex haben.
Zwischen 0 und 279 umfaßt sie alle Typen vom Mopedreifen bis zu dem für schwerste Baufahrzeuge.
Im PKW-Bereich bewegt sich der Index etwa zwischen 75 und 105 (Gewichtsindex = GI):

GI Kg GI Kg GI Kg GI Kg GI Kg GI Kg
75 387 80 450 85 515 90 600 95 690 100 800
76 400 81 462 86 530 91 615 96 710 101 825
77 412 82 455 87 545 92 630 97 730 102 850
78 425 83 487 88 560 93 650 98 750 103 875
79 437 84 500 89 580 94 670 99 775 104 900


Geschwindigkeitsindex

Der Geschwindigkeitsindex gibt die höchstzulässige Geschwindigkeit an, die mit dem Reifen gefahren werden darf.
Sommerreifen müssen immer mindestens den Geschwindigkeitsindex haben, den der Typenschein Ihres Autos vorsieht, auch wenn Sie gar nicht vorhaben, so schnell oder annähernd so schnell zu fahren.
Wird Ihr Wagen mit Winterreifen bestückt, so dürfen diese auch einen niedrigeren Geschwindikeitsindex haben, wenn im Fahrzeugraum klar ersichtlich ein Hinweis auf die Höchstgeschwindigkeit angebracht ist (beim Reifenkauf mitverlangen!).

Index Höchstgeschw. Index  Höchstgeschw. Index Höchstgeschw.
Q 160 km/h R 170 km/h S 180 km/h
T 190 km/h H 210 km/h V 240 km/h
W 270 km/h Y 300 km/h v v

M&S

M&S steht für "Matsch und Schnee" und bedeutet, daß dieser Reifen ein Winterreifen ist.
Er besitzt spezielle Eigenschaften, die nicht nur auf Schnee und Eis Vorteile gegenüber Sommerreifen bringen, sondern auch schon bei Temperaturen bis ca. +10°C bessere Fahreigenschaften bedeuten.

Tubeless

bedeutet schlauchlos. Solche Reifen benötigen -im Gegensatz zu "tube type" Reifen- keinen eigenen Schlauch.
1930 patentiert, brauchte man allerdings bis Anfang der 40er Jahre, um diese durch den Einsatz von Brombutyl zur Serienreife zu bringen.
Dieser Stoff war ausreichend gasundurchlässig und konnte direkt auf der Reifeninnenseite aufgetragen werden.

E 12

Genehmigungszeichen nach ECE-Regelung 30, wodurch das Produktionsland erkennbar ist: "12" bedeutet der Reifen ist in Österreich hergestellt worden.

 
0211165

Genehmigungsnummer nach der gleichen ECE-Regelung

DOT Standardkodierung

Jeder Reifen muß eine DOT-Kodierung eingeschmolzen haben. Damit wird die Übereinstimmung mit den Maßgaben des amerikanischen Verkehrsministeriums (DepartmentOfTransportation) zertifiziert.
Angegeben sind neben einer Kodierung für den Herstellers, neben einer für die Reifengröße und neben einer für die Reifeneigenschaften, das Produktionsdatum: Die letzten drei Ziffern, sowie ein Symbol beschreiben die Herstellungswoche: "018" bedeutet Woche 1 des Jahres 1988.
"138 " bedeutet Woche 13 des Jahres 1998.
 


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